‚Über die Quantifizierung des Sozialen‘

So lautet der Untertitel der von Steffen Mau 2017 unter dem Titel „Das metrische Wir“ veröffentlichen Studie über die vor allem mit der Digitalisierung und Ökonomisierung einhergehende ‚Vermessung des Sozialen‘.

Normalerweise ist hier nicht der Ort für Literaturbesprechungen. Das Buch von Steffen Mau ist aber mit Blick auf die im Zusammenhang der Weiterbildungen für Führungskräfte in der Pflege relevanten Themen lesenswert und erkenntnisreich, so dass wir eine Ausnahme machen und auf dieses Buch nicht nur hinweisen, sondern es auch ausdrücklich empfehlen.

In „Das metrische Wir“ legt Steffen Mau auf eine gut lesbare  Art und Weise dar, wie die „Möglichkeiten der Protokollierung von Lebens-und Aktivitätsspuren gegenwärtig rasant wachsen : Konsumgewohnheiten, finanzielle Transaktionen, Mobilitätsprofile, Freundschaftsnetzwerke, Gesundheitszustände, Bildungsaktivitäten, Arbeitsergebnisse etc. all dies wird statistisch erfassbar gemacht.

Es wird anschaulich wie die damit verbundene „Kultur der Quantifizierung“ „tief in unsere sozialen Verhältnisse eingreift“ und die „quanitative Mentalität“ einen „Wettkampf um die besseren Zahlen“ auslöst in dessen Folge sich auch neue soziale und  „gesellschaftliche Wertigkeitsordnungen“ herausbilden.

Aber lesen Sie selbst: Steffen Mau. Das metrische Wir. Über die Quantifizierung des Sozialen. Berlin 2017 (ISBN 978-3-518-07292-9)