Zur Wahrnehmung von Führungsaufgaben in der Pflege bedarf es Wissen und spezifischer Kompetenzen. Hierzu zählen Fragen der Personalführung, Herausforderungen der Teamentwicklung, Aufgaben der Pflegeplanung, -organisation und -dokumentation sowie Kenntnisse des Projektmanagements und der Qualitätssicherung.  Die Vermittlung dieser führungsspezifischen Kompetenzen erfolgt vor dem Hintergrund aktueller gesundheitsökonomischer und gesundheitspolitischer Entwicklungen und berücksichtigt die damit verbundenen rechtlichen Anforderungen. Die Erschließung dieser Inhalte und Kompetenzen ist Bildungsaufgabe und erfolgt in entsprechenden Weiterbildungen.  Der Aufbau und die Anlage dieser Weiterbildungen ist staatlich geregelt und unterliegt der Aufsicht der Landesbehörden in den jeweiligen Bundesländern. Die Absolvierung der Weiterbildung berechtigt zur Teilnahme an einer staatlichen Abschlussprüfung und erlaubt bei erfolgreichem Abschluss die Führung des Titels einer staatlich anerkannten Führungskraft in der Pflege. Je nach Bundesland lautet dieser Titel ‚Staatlich anerkannte Stationsleitung‘ oder ‚Leiterin/Leiter einer Funktionseinheit in der Pflege‘.  Die Weiterbildungsordnungen in den jeweiligen Bundesländern orientieren sich an den Empfehlungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft.